Expertengespräch mit Jana Jordan zum Thema: Entwicklung, Chancen und Herausforderungen zur Zukunft der Orthopädieschuhtechnik in Deutschland

Orthopädieschuhtechnik ist Hand- und Verstandwerk

Anlässlich des 100-jährigen Geburtstag der Orthopädieschuhtechnik in Deutschland lud Bauerfeind im Firmensitz in Zeulenroda bekannte und renomierte Vertreter der Branche ein. Thema war die Entwicklung der letzten Jahre und Chancen und Herausforderungen der Orthopädieschuhtechnik in der Zukunft.

Fazit des Gesprächs: Das Handwerk wird technischer, es bleibt aber menschlich.

Das war eine große Ehre für unsere angehende Orthopädieschuhtechnikmeisterin Jana Jordan. Neben in der Branche bekannte Größen wie Werner Dierolf, Orthopädieschuhmachermeister im Familienbetrieb, der sich seit über zwölf Jahren als Präsident des Zentralverbands der Orthopädieschuhtechnik engagiert, Andreas Lauth, Vorstand Technik der Bauerfeind AG, Albrecht Breymann, Orthopädieschuhtechniker im Ruhestand, Ehrenbundesinnungsmeister des Deutschen Gesundheitshandwerks Orthopädieschuhtechnik und Henning Quanz, Journalist und Moderator, spezialisiert auf Kommunikation im Gesundheitssektor, der auch die qualifizierte Runde moderierte, war Jana die Jüngste in der Expertenrunde.

An dieser Stelle möchten wir den interessanten Beginn der Runde zitieren:

Henning Quanz: Sie feiern in diesem Jahr Ihr 100-jähriges Bestehen und das in einer Zeit mit vielen Herausforderungen. Wenn Sie auf 100 Jahre Orthopädieschuhtechnik zurückblicken, gibt es etwas, auf das Sie als Branche besonders stolz sein können?

Werner Dierolf: Wir haben in den letzten Jahren enorme Schritte gemacht – von dem typischen Schuhmacherhandwerk zur Hightechproduktion. Wir setzen nicht mehr allein auf handwerkliches Geschick, sondern zugleich auf neueste Technik. Aber auch das Handwerk selbst hat sich weiterentwickelt, was das Wissen anbelangt. Wir beschäftigen uns viel intensiver mit dem menschlichen Körper und seiner Funktionsweise. Wir wissen heute, dass das Fersenbein, wie bei einem Haus, der wichtigste Punkt für unsere Statik ist. Früher haben wir nur Schuhe mit unterschiedlichem Volumen für Kriegsversehrte gebaut, mittlerweile produzieren wir Einlagen, die sensomotorisch wirken und individuell auf den Fuß abgestimmt sind. Wir haben uns innerhalb der 100 Jahre kontinuierlich weiterentwickelt, was das Wissen und den Einsatz von Technik angeht – und darauf können wir stolz sein.

Das ganze Interview können Sie sich hier unter Bauerfeind life Magazin 1/2017HANDEL & TECHNIK, Expertenrunde lesen. Es lohnt sich auf jeden Fall!